Richtfunklink Performance Check

Sie möchten wissen, ob Ihr Richtfunklink mit maximaler Performance läuft?

Wurde die Installation ordnungsgemäß durchgeführt? Gibt es Hardware oder Planungsfehler?

In nur 3 Schritten können Sie selbst mögliche Probleme erkennen oder ausschließen.

1. Bestimmung des optimalen Empfangspegels

Ein wichtiger Indikator eines Richtfunksystems ist der Empfangspegel. Er bestimmt indirekt die Übertragungsrate und die Wetterempfindlichkeit der Übertragung. Aber wie sollte er sein?

Zur Bestimmung benötigen Sie die Frequenzurkunde und Zugang zu Ihrem Richtfunksystem.

In der Frequenzurkunde stehen alle Daten, mit der Ihr Richtfunksystem betrieben werden darf. Aus diesen Daten lässt sich der theoretische Empfangspegel ermitteln.

Bitte geben Sie die Daten in das folgende Formular ein !

Richtfunkparameter



















Ergebnis:

rechnerischer Empfangspegel: {{rxlevel()}}



Freiraumdämpfung: {{daempfung()}}
Atmosphärische Dämpfung: {{atmo()}}

Die Frequenzurkunde

Frequenzurkunde-Beispiel
Frequenzurkunde der Beispielrechnung

Vergleiche Sie jetzt den rechnerischen Empfangswert mit dem tatsächlichen Wert !

Beachten Sie dabei, dass beide Endstellen unterschiedliche Empfangswerte haben können. Die Abweichung sollte nicht größer als 3 dB betragen.

Hinweise zur Eingabe:

Die Sendefrequenz ist in der Frequenzurkunde in MHz angegeben. Das Formular benötigt diese Eingabe in GHz.

Die Sendeleistung wird auf der Frequenzurkunde in dBW angegeben. Diese muss in dBm umgerechnet werden. Dafür addiert man einfach den Wert mit 30. Beträgt, wie in unserem Beispiel, die Sendeleistung -20 dBW, entspricht dies also 10 dBm (-20 + 30 = 10). Zusätzlich sollte die tatsächliche Sendeleistung geprüft werden, denn bei Nutzung von dem ATPC – Feature kann diese von der maximalen Sendeleistung abweichen.

Die Zusatzdämpfung muss von beiden Tabellenteilen aufaddiert werden.

Die Grundeinstellungen des Formulars entsprechen den Daten aus der dargestellten Frequenzurkunde.

Möchten Sie Ihren Richtfunklink überprüfen lassen?

+49 2051 – 60 90 790

2. Überprüfung auf Bitfehler bei der Übertragung

Trotz eines optimalen Empfangspegels können Bitfehler bei der Übertragung auftreten.

Dies deutet meist auf einen Hardwaredefekt hin.

Im Bildschirmauszug sehen Sie Bitfehler auf einer Richtfunkstrecke, die durch einen Hardwaredefekt erzeugt wurden. Diese oder eine ähnliche Tabelle finden Sie in allen Richtfunksystemen.

Im Normalbetrieb sollten keine Bitfehler auftreten.

Richtfunkperformance-Aggregate
Bitfehler vor und nach einer Entstörung
  • ES (Error Second) : wenn in einer Sekunde mindestens ein fehlerhafter Block auftritt
  • SES (Severely Errored Seconds) : wenn mindestens 30% der Datenblöcke innerhalb einer Sekunde fehlerhaft sind
  • UAS (Unavailable Seconds) : Anzahl der Sekunden in der der Richtfunklink nicht erreichbar ist
  • BBE (Background Block Error) : ist ein fehlerhafter Block

Ihr Richtfunksystem zeigt ständig Bitfehler an?

+49 2051 – 60 90 790

3. Bewertung des Empfangspegels

Richtfunksysteme sind wetterabhängig.

Für eine stabile und zuverlässige Verbindung ist eine gründliche Funkfeldplanung vor der Installation notwendig.

Üblicherweise werden diese Datenverbindungen mit einer Verfügbarkeit von 99,995% geplant.

Damit wäre in maximal 26,5 min im Jahr nicht die volle Bandbreite verfügbar.

Durch Verwendung der adaptiven Modulation fällt auch nicht direkt die komplette Übertragung aus. Die Datenrate schaltet sich bei schlechten Empfangsbedingungen stufenweise herunter.

Damit Sie beurteilen können ob der errechnete Wert gut oder schlecht ist, muss der Mindestempfangspegel bekannt sein. Diesen findet man in den Datenblättern der Hersteller. Er ist von verschiedenen Parametern abhängig.

Beispielsweise gilt: Je höher die verwendete Modulationsstufe ist, umso stärker muss der Mindestempfangspegel sein.

Eine Schlechtwetterreserve von ca. 20 dB wird üblicherweise eingeplant.

 

Bewertungsbeispiel:

  • Empfangswert:  -46.87 dBm
  • Kanalbandbreite: 28 MHz
  • Modulation: 512 QAM
  • Datenrate: 202 Mbit/s – No Compression
  • Übertragungsverfahren: ACCP – ETSI
  • Produkt: Ceragon IP-20C
Im Diagramm kann man den Mindestempfangspegel von -62 dBm ablesen.

Als Schlechtwetterreserve bleiben 15,13 dB übrig, ohne dass die Modulation runterschaltet. Dies entspricht in etwa den Verlust der bei Starkregen zu erwarten wäre.
Empfangspegel-IP-20C-28MHz-512QAM
Empfangspegel IP-20C, 28 MHz, 512 QAM

Benötigen Sie Hilfe bei der Bewertung? Ist der Mindestempfangspegel nicht bekannt?

info@tws-technologies.de

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