Sie möchten wissen, ob Ihr Richtfunklink mit maximaler Performance läuft?

Schritt 1: Überprüfung des Empfangspegels

Alles was Sie dafür benötigen ist die Frequenzurkunde und Zugang zu Ihrem Richtfunksystem. In der Frequenzurkunde stehen alle Daten, mit der Ihr Richtfunksystem betrieben werden darf. Aus diesen Daten lässt sich der theoretische Empfangspegel ermitteln. Diesen können sie dann ganz einfach mit dem vorhandenen Empfangswert vergleichen.

Die Frequenzurkunde

Frequenzurkunde-Beispiel
Frequenzurkunde der Beispielrechnung

Linkdaten

















Ergebnis

rechnerischer Empfang: {{rxlevel()}}

Freiraumdämpfung: {{daempfung()}}
Atmosphärische Dämpfung: {{atmo()}}

Hinweise:

Die Sendefrequenz ist in der Frequenzurkunde in MHz angegeben. Das Formular benötigt diese Eingabe in GHz.

Die Sendeleistung wird auf der Frequenzurkunde in dBW angegeben. Diese muss in dBm umgerechnet werden. Dazu addiert man einfach 30 dazu. Beträgt, wie in unserem Beispiel, die Sendeleistung -20 dBW sind dies 10 dBm. Zusätzlich sollte die tatsächliche Sendeleistung geprüft werden, denn bei Nutzung von dem ATPC – Feature kann diese von der maximalen Sendeleistung abweichen.

Die Zusatzdämpfung muss von beiden Tabellenteilen aufaddiert werden.

Die Grundeinstellungen des Formulars entsprechen den Daten aus der dargestellten Frequenzurkunde.

Möchten Sie Ihren Richtfunklink überprüfen lassen?

+49 2051 – 60 90 790

Schritt 2: Überprüfung auf Bitfehler bei der Übertragung

Trotz eines optimalen Empfangspegels können Bitfehler bei der Übertragung auftreten. Dies deutet meist auf einen Hardwaredefekt hin.

Richtfunkperformance-Aggregate
Bitfehler vor und nach einer Entstörung

Im Bildschirmauszug sehen Sie ein Beispiel von Bitfehler auf einer Richtfunkstrecke, die durch einen Hardwaredefekt aufgetreten sind. Diese oder eine ähnliche Tabelle finden Sie in allen Richtfunksystemen.

  • ES (Errored Second) : wenn in einer Sekunde mindestens ein fehlerhafter Block auftritt
  • SES (Severely Errored Seconds) : wenn mindestens 30% der Datenblöcke innerhalb einer Sekunde fehlerhaft sind
  • UAS (Unavailable Seconds) : Anzahl der Sekunden in der der Richtfunklink nicht erreichbar ist
  • BBE (Background Block Error) : ist ein fehlerhafter Block

Ihr Richtfunksystem zeigt ständig Bitfehler an?

+49 2051 – 60 90 790

Schritt 3: Bewertung des Empfangspegels

Richtfunksysteme sind wetterabhängig. Für eine stabile und zuverlässige Verbindung ist eine gründliche Funkfeldplanung vor der Installation notwendig. Üblicherweise werden diese Datenverbindungen mit einer Verfügbarkeit von 99,995% geplant. Damit wäre in maximal 26,5 min im Jahr nicht die volle Bandbreite verfügbar. Durch Verwendung der adaptiven Modulation fällt auch nicht direkt die komplette Übertragung aus, sondern es verringert sich erstmal nur die Datenrate in diesen Zeitabschnitten stufenweise.

Damit Sie beurteilen können ob der errechnete Wert gut oder schlecht ist, muss der Mindestempfangspegel bekannt sein. Dieser ist abhängig von der verwendeten Modulationsstufe, welche wiederum die Übertragungsbandbreite bestimmt.

In unserem Beispiel wird bei 26 GHz ein 28 MHz Kanal verwendet. Die Modulation wird für die 200 Mbit-Strecke auf 512 QAM adaptiv eingestellt.

Somit wäre der Mindestempfangspegel bei Verwendung der Ceragon IP-20C: -62 dBm

Als Schlechtwetterreserve bleiben somit 15,13 dB übrig, ohne dass die Modulation runterschaltet. Dies entspricht in etwa den Verlust der bei Starkregen zu erwarten wäre.

IP-20C von Ceragon Networks

  • Bandbreite: 28 MHz
  • Modulation: 512 QAM
  • Datenrate: 202 Mbit/s (No Compression)
  • ETSI – ACCP
Empfangspegel-IP-20C-28MHz-512QAM

Benötigen Sie Hilfe bei der Bewertung? Ist der Mindestempfangspegel nicht bekannt?

info@tws-technologies.de

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