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Kosten-Revolution im High-Frequency Trading – Low-Latency ohne teure Space Diversity

25.11.2025

Die Herausforderung: Mietkosten-Falle durch XXL-Infrastruktur

Auf der strategisch entscheidenden Low-Latency-Route zwischen Frankfurt und Zürich zählt jede Mikrosekunde.

Um die notwendige Ausfallsicherheit zu garantieren, waren bisher riesige 2,4-Meter-Antennen für die sogenannte Space Diversity (räumliche Trennung) an den Funktürmen nötig.

Das Problem für den Betreiber:

Diese massiven Schüsseln verursachen enorme monatliche Mietkosten bei den Turmbetreibern, die oft nach Anzahl und Durchmesser der installierten Hardware abrechnen.

alle BeiträgeInfrastrukturRichtfunk

Demontage einer 2,4m Antenne (200 kg aus 92m Höhe)

Demontage einer 2,4m Antenne (200 kg aus 92m Höhe)

Statt auf physische Größe setzen wir auf digitale Intelligenz.

Durch den Einsatz modernster Richtfunk-Hardware mit Adaptiver Modulation (AMC) und hochentwickelter Signalverarbeitung konnten wir die Space Diversity an mehreren Standorten komplett auflösen.

Die neue Technik kompensiert atmosphärische Störungen so effizient, dass die redundanten 2,4m-Giganten überflüssig wurden.

Das Ergebnis:

  • Massive Kostensenkung: Dauerhafte Reduktion der monatlichen Turm-Mieten durch Rückbau der 2,4m Antennen.
  • Low-Latency Performance: Erhalt der ultraschnellen Anbindung zwischen den Finanzplätzen Frankfurt und Zürich.
  • Technologie-Sprung: Ersatz physischer Redundanz durch intelligente Algorithmen und Fehlerkorrektur.
  • Effizienz: Ein schlankeres, wartungsärmeres Netzwerk bei maximaler Verfügbarkeit.

Der Netzwerkbetreiber gewinnt doppelt: Die Bilanz wird durch sinkende Fixkosten entlastet, und die Komplexität am Turm sinkt.

Ein zukunftssicheres Backbone-Netz, das zeigt, dass High-Tech nicht groß sein muss, um Großes zu leisten.

„In der Welt des Hochfrequenzhandels ist Performance nicht verhandelbar.

Dass wir nun die gleiche (oder bessere) Stabilität mit deutlich weniger Hardware erreichen, ist ein wirtschaftlicher Durchbruch.

Wir senken unsere OPEX (Betriebskosten) massiv, indem wir die Mietbelastung an den Türmen reduzieren, ohne bei der Latenz auch nur einen Bruchteil an Boden zu verlieren.“

Turm vor Rückbau

Der TWS-Faktor: Warum wir den Unterschied machen

Komplexe Auf- und Abbauten an Funktürmen sind eine logistische Herkulesaufgabe.

TWS technologies bietet Ihnen das volle Paket aus einer Hand:

Wir übernehmen die gesamte Planung, das spezialisierte Equipment und die hochalpine oder urbane Montage.

Sie müssen sich nicht um verschiedene Gewerke kümmern – wir erledigen das.

  • Exklusivität: Eines der wenigen Unternehmen bundesweit mit der Zulassung und dem Know-how für Arbeiten an exponierten Standorten und Fernmeldetürmen.
  • Full-Service-Equipment: Eigene Krantechnik, Messgeräte und Sicherheitsausrüstung für Höhenarbeiten.
  • Erfahrungswert: Jahrzehntelange Expertise in der metallverarbeitenden Industrie und Telekommunikation.

Lehnen Sie sich zurück, während wir in schwindelerregender Höhe für Ihre Kostensenkung arbeiten.

Mit TWS an Ihrer Seite haben Sie die Gewissheit, dass selbst extremste Anforderungen routiniert und sicher umgesetzt werden.

Wir sind Ihr Sicherheitsnetz in der Luft.

„Es gibt kaum Firmen in Deutschland, die das Risiko und die technische Tiefe solcher Turm-Projekte wirklich beherrschen.

Mit TWS hatten wir einen Partner, der nicht nur die Theorie versteht, sondern mit eigenem schweren Gerät und erfahrenen Teams vor Ort anrückt.

Das gibt uns die Sicherheit, dass Termine gehalten werden und die Technik vom ersten Tag an perfekt spielt.“

Die Technologie der Richtfunkstrecke

Was ist Richtfunk?

Richtfunk ist eine drahtlose Übertragungsmethode, bei der elektromagnetische Wellen mithilfe von Antennen gebündelt und über eine gerichtete Verbindung zwischen zwei festen Punkten (den Funktürmen) gesendet werden.

Dies ermöglicht hohe Übertragungsraten über große Distanzen

Abbau einer 2,4m Antenne

Low-Latency-Strecken

Eine Low-Latency-Strecke (Strecke mit niedriger Latenz) ist eine Kommunikationsverbindung, bei der die Verzögerungszeit der Datenübertragung auf ein absolutes Minimum reduziert wird.

Die Latenz ist die Zeit, die ein Datenpaket benötigt, um vom Sender zum Empfänger zu gelangen.

Solche Strecken sind besonders kritisch im Hochfrequenzhandel (High-Frequency Trading), wo Millisekunden über Gewinn oder Verlust entscheiden.

Die Verbindung Frankfurt-Zürich ist ein typisches Beispiel für eine solche wirtschaftlich wichtige, sehr schnelle Datenautobahn.

Space Diversity

Die abgebauten Antennen gehörten zur sogenannten Space Diversity (Raum-Diversität).

Dies ist eine Technik, die die Zuverlässigkeit einer Richtfunkstrecke erhöht, indem zwei separate Antennen mit einem gewissen vertikalen Abstand am selben Turm installiert werden. Sie empfangen das gleiche Signal.

Witterungsbedingte Störungen oder Mehrwegeausbreitung (Reflexionen des Signals) können dazu führen, dass das Signal an einer Antenne sich verschlechtert (Fading).

Durch die räumliche Trennung ist die Wahrscheinlichkeit extrem gering, dass beide Antennen gleichzeitig ausfallen.

Der Empfänger kann aus beiden Signale ein besseres Signal generieren. Die 2,4-Meter-Antennen sind dabei die großen, sichtbaren Schüsseln am Turm.

Die Rolle der Funktürme und Mietkosten

Funktürme sind die Infrastruktur, die benötigt wird, um die Richtfunkantennen in ausreichender Höhe zu montieren und eine Sichtverbindung (Line of Sight) zwischen den Standorten zu gewährleisten.

Diese Türme gehören oft Drittanbietern oder spezialisierten Infrastrukturfirmen.

Die Mietkosten für die Stellfläche und die Montage von Antennen am Turm sind ein erheblicher Kostenfaktor im Betrieb eines Richtfunknetzes.

Die Gebühren richten sich oft nach der Anzahl und dem Durchmesser der installierten Antennen.

Der Abbau der großen, redundanten 2,4m-Antennen führt direkt zu einer Reduzierung der jährlichen Mietbelastung an jedem Standort.

Abbau einer 2,4m Antenne
Abbau einer 2,4m Antenne

Neue Richtfunktechnik als Game Changer

Der Schlüssel zu diesem Modernisierungsprojekt ist die Einführung neuer Richtfunktechnik, die die Space Diversity überflüssig macht, ohne die Zuverlässigkeit der Low-Latency-Strecke zu beeinträchtigen.

Diese moderne Technologie erreicht ihre Stabilität durch:

  • Adaptive Modulation und Codierung (AMC): Das System passt die Übertragungsrate und Fehlerkorrektur dynamisch an die aktuellen atmosphärischen Bedingungen an. Bei schlechtem Wetter wird die Übertragungsrate kurzzeitig etwas gesenkt, um die Zuverlässigkeit zu garantieren.
  • Verbesserte Signalverarbeitung und Fehlerkorrektur: Neue Algorithmen können Schwankungen im Signal besser ausgleichen und Fehler effektiver korrigieren.

Die neue Technologie erlaubt es, die notwendige Zuverlässigkeit nun mit einer einzigen Antenne pro Funkrichtung zu gewährleisten.

Technologischer = Wirtschaftlicher Erfolg

Das Projekt zum Abbau der 2,4m Space Diversity Antennen an der Low-Latency-Strecke Frankfurt-Zürich ist ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche Netzwerkmodernisierung.

Es werden nicht nur erhebliche Mietkosten am Turm gespart, sondern es zeigt auch, wie neue, intelligente Richtfunktechnik die Notwendigkeit physischer Redundanz (wie Space Diversity) obsolet machen kann.

Das Ergebnis ist ein kosteneffizienteres und gleichzeitig leistungsfähiges Backbone-Netzwerk für die schnelle Datenkommunikation zwischen zwei wichtigen europäischen Finanzzentren.

Projektzusammenfassung

  • Technik Optimierung an 4 Funktürmen
  • Abbau von 7 Antennen (1,2m - 2,4m)
  • Rückbau Antenen- und Stahlträger
  • Rückbau überflüssiger Verkabelung
  • Rückbau Kabelwege
  • Dokumentation des Rückbaus und Abnahme durch Funkturmbetreiber
Überflüssige Antennen

Weitere Erfolgsgeschichten

Referenzen
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