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Trassenprüfung & BNetzA-Sogep-Abfrage für Windenergie

Richtfunk & Windkraftanlagen: Kollisionsprüfung vor dem Bau

Prüfen Sie schon in der Planungsphase, ob Ihre geplanten Windkraftanlagen (WKA) bestehende Richtfunktrassen kreuzen. Sichern Sie Genehmigungen ab und optimieren Sie Anlagenpositionen frühzeitig – mit präziser 3D-Sichtfeldanalyse.

Richtfunk und Windkraft: Frühzeitige Kollisionsprüfung und 3D-Trassenanalyse für Windpark-Projektentwickler.
Rechtssicherheit im BImSchG-Verfahren

Kollisionsprüfung & BNetzA-Trassenabstimmung aus einer Hand

Im Rahmen der Bauleitplanung und der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung (§ 35 BauGB / BImSchG) prüfen die Behörden und die Bundesnetzagentur (BNetzA), ob geplante Windenergieanlagen (WEA) bestehende Richtfunktrassen durch Abschattung oder Fresnelzonen-Kollisionen beeinträchtigen.

1. SOGEP- & Trassenanalyse

Wir analysieren offizielle BNetzA-Auskünfte und Abfragen der Richtfunkbetreiber für Ihr Plangebiet.

2. 3D-LiDAR-Simulation

Präzise Berechnung der Fresnelzonen und Rotor-Sicherheitsabstände inkl. Nabenhöhen-Optimierung.

3. Lösung & Verlegung

Falls eine Trasse betroffen ist, erarbeiten wir technische Alternativen oder Verlegungskonzepte für Betreiber.

Ihr Vorteil: Sie vermeiden teure Verzögerungen im Bauantrag, sichern die Genehmigung Ihrer Anlagenstandorte ab und stellen bei Bedarf direkt eine unkomplizierte Gigabit-Anbindung für die Parkinfrastruktur sicher.

Windkraftanlagen als Herausforderung für Richtfunkstrecken

Bei der Planung und Erweiterung von Windparks kommt es häufig zu Überschneidungen mit bestehenden Richtfunktrassen von Telekommunikationsanbietern, Energieversorgern oder Behörden (BOS). Windkraftanlagen (WKA) wirken dabei physikalisch als Hindernisse im Ausbreitungspfad elektromagnetischer Wellen.

Dabei treten im Wesentlichen zwei physikalische Effekte auf:

  • Schattenwurf & Abschattung (Blocking): Die massiven Betontürme und Gondeln blockieren die direkte Sichtverbindung (Line-of-Sight) und dämpfen das Signal massiv ab.
  • Dynamische Mehrwegeausbreitung & Doppler-Effekt: Die rotierenden Rotorblätter erzeugen zeitlich schwankende Reflexionen. Das phasenverschobene Signal trifft zeitversetzt an der Empfangsantenne ein und kann zur vollständigen Signalauslöschung (Multipath Fading) führen.

Schutzkorridore & BNetzA

Um Störungen von Richtfunkstrecken durch Windräder auszuschließen, definieren die Bundesnetzagentur (BNetzA) sowie internationale Standards (z. B. ITU-R F.1108) strenge Schutzbereiche rund um die Funkachse.

Die Rotorspitzen dürfen je nach Frequenzbereich und Distanz nicht in die 1. Fresnelzone hineinragen.

3D-Verträglichkeitsprüfung für Windpark-Projektentwickler

Als spezialisierte Ingenieure führen wir hochpräzise 3D-Geländesimulationen auf Basis aktueller LiDAR- und GIS-Daten durch. Wir prüfen Vorhaben bereits im Genehmigungsverfahren auf elektromagnetische Verträglichkeit.

Unsere Leistungen für Planer & Betreiber:

  • Exakte Berechnung der 1. Fresnelzone unter Berücksichtigung des Rotor-Durchmessers
  • Prüfung von Repositionierungen oder Höhenanpassungen bei WKA-Planungen
  • Entwicklung von Ausweichtszenarien (z. B. Umleitung über Relais-Standorte / Hops)
  • Rechtssichere Nachweise für Genehmigungsbehörden und BNetzA
3D-LiDAR Simulation einer Richtfunkstrecke an Windkraftanlagen

Präzise 3D-Simulation zur Vermeidung von Abschattungen und Doppler-Störungen.

Der Ablauf: So prüfen und sichern wir Ihr WKA-Projekt ab

Von der ersten Machbarkeitsstudie bis zum prüffähigen Behördengutachten
- transparenter Projektablauf für Planungsbüros und Investoren.

Schritt 1

Datenübergabe

Sie übermitteln uns die WEA-Standortkoordinaten, Nabenhöhen und Rotordurchmesser.

Schritt 2

3D-LiDAR-Analyse

Wir legen die Geodaten über das digitale Höhenmodell und berechnen bestehende Richtfunktrassen.

Schritt 3

Konfliktprüfung

Identifikation von Überschneidungen mit Fresnelzonen und Erarbeitung von Ausweichoptionen.

Schritt 4

Genehmigung

Ausstellung des verlässlichen Prüfberichts für Ihr BImSchG-Genehmigungsverfahren.

Bestandsanlagen & Umbau

Besonderer Fokus: Repowering von Windparks

Beim Repowering werden alte Windkraftanlagen durch leistungsstärkere Modelle ersetzt. Durch deutlich größere Rotordurchmesser und höhere Nabenhöhen geraten modernisierte Anlagen oft in Bestandsfunkfelder, die bei der Ursprungsplanung unkritisch waren.

Unsere 3D-Sichtfeldanalyse deckt solche Konflikte frühzeitig auf, bevor Einprüche von Netzbetreibern oder Behörden das Repowering-Projekt gefährden.

Typische Risiken beim Repowering:

  • Überschreitung der alten Höhen- und Radiusgrenzen
  • Nachträglich neu hinzugekommene Richtfunktrassen im Gebiet
  • Verschärfte Anforderungen im aktuellen Immissionsschutzrecht

Richtfunk als Glasfaser-Ersatz für die Anbindung von Windparks

Neben der Beachtung von Schutzabständen gewinnt Richtfunk als primäre Anbindung für Windkraftanlagen und Umspannwerke immer stärker an Bedeutung. Da Windparks oft in entlegenen Regionen liegen, ist der Tiefbau für Glasfaserkabel extrem teuer, langwierig und wirtschaftlich kaum darstellbar.

SCADA & Steuerdaten

Sichere Echtzeit-Übertragung von Betriebs- und Diagnosedaten für die Fernsteuerung der Anlagen – geschützt durch Hardware-AES-256-Verschlüsselung.

Redispatch 2.0 & KRITIS

Ausfallsichere Datenanbindung zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben bei der Einspeiseregelung mit Reaktionszeiten unter 1 ms Latenz.

Turm als Höhenstandort

Nutzung der massiven Stahl- oder Betonmasten als optimale Antennenträger zur Weitverkehrsvernetzung ganzer Regionen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie nah darf eine Windkraftanlage an eine Richtfunkstrecke gebaut werden?

Der erforderliche Abstand richtet sich nach der Frequenz, der Funkfeldlänge und den BNetzA-Vorgaben. Wichtig ist, dass die 1. Fresnelzone nicht durch die Rotorspitzen geschnitten wird. Dies ermitteln wir über eine 3D-Simulationsberechnung.

Welche Störungen verursachen rotierende Windräder im Richtfunk?

Rotierende Blätter führen zu dynamischem Multipath Fading und Doppler-Effekten. Durch moderne Modulationsverfahren (ACM) und exakte Ausrichtung lassen sich Signalverluste zuverlässig verhindern.

Eignet sich Richtfunk zur Anbindung von Windparks an das Datennetz?

Ja, Richtfunk bietet Multi-Gigabit-Übertragungsraten ohne langwierigen Tiefbau. Er ist absolut krisensicher und ideal für SCADA sowie Redispatch 2.0 geeignet.

Sie planen einen Windpark oder benötigen eine Anbindung?

Lassen Sie Ihr Vorhaben vorab per 3D-Simulation auf Richtfunk-Verträglichkeit prüfen oder fordern Sie ein schlüsselfertiges Anbindungskonzept an.